Trompeten für die Angelus-Bläser

Die Angelus-Bläser Vornbach bekommen vier Trompeten und 25 Stühle gefördert – ILE gibt grünes Licht für zehn Kleinprojekte – nächste Frist am 10. März

Vornbach am Inn/Kirchham. Stefan Lachhammer (43) ist zufrieden, das sieht man ihm in dem kleinen Video an, das auf der neu eingerichteten Facebook-Seite „Dahoam an Rott & Inn“ zu finden ist. In dem Video steht Stefan Lachhammer vor seinem Haus in Niederschärding und bläst mit seiner Trompete einen fröhlichen Tusch hinaus in die Welt. Als Vorsitzender der Angelus-Bläser Vornbach hat er sich bei der ILE an Rott & Inn um eine Finanzspritze aus dem Regionalbudget beworben – und am Mittwoch den Zuschlag bekommen: Das bedeutet, die Angelus-Bläser können für ihren Nachwuchs vier neue Leih-Trompeten kaufen, die zu 80 Prozent gesponsort werden. Außerdem werden 25 neue Holzstühle für den Proberaum im Kloster Vornbach gefördert.

Vornbacher Bläser gefragt bei festlichen Anlässen
Gegründet vor 36 Jahren, gestalten die Angelus-Bläser vorrangig kirchliche Veranstaltungen in der Vornbacher Kirche Maria Himmelfahrt, spielen bei festlichen Einweihungen, geben Konzerte. Dirigiert werden sie von Profi-Musiker Michael Lakota, der sich auch um die Ausbildung der Nachwuchsbläser kümmert.  „Wir sind in den letzten Jahren mehr geworden und haben derzeit 21 Mitglieder“, berichtet Stefan Lachhammer. Sobald möglich wollen er und Lakota in den Schulen weiter auf Nachwuchssuche gehen.

Vom Regionalbudget der ILE erfuhr Lachhammer durch die rührige Neuhauser Gemeinderätin Annemarie Bernhardt. Auch Bürgermeister Stephan Dorn unterstützte den Förderantrag. Insgesamt lagen der Jury des ILE-Regionalbudgets zur ersten Frist elf Anträge vor. Am 16. Februar berieten die Mitglieder in Kirchham angeregt darüber. „Die eingereichten Ideen sind originell und vielseitig. Das Gespräch war intensiv, anregend und sehr fachkundig“, berichtet Kirchhams Bürgermeister Anton Freudenstein, federführend beim Regionalbudget. Neben ihm in der Jury: Dr. Wilfried Hartleb aus Neuburg am Inn, ehemaliger Kulturreferent des Landkreises Passau, Martin Berger, Architekt aus Rotthalmünster, Franz Mühldorfer, 2. Vorsitzender der Gesellschaft für Kulturgeschichte e. V., Kirchham/Passau, und Egon Seil, engagierter Bürger und Leerstandmanager von Ruhstorf a.d. Rott. Moderiert von ILE-Managerin Dr. Ursula Diepolder gab die Jury auch neun weiteren Kleinprojekten grünes Licht für Fördergelder aus dem Regionalbudget. Damit sind von den 100.000 Euro, die das Amt für Ländliche Entwicklung und die ILE-Gemeinden zur Verfügung stellen, rund 75.000 Euro schon verteilt.

Die neuen Projekte 2021
Neuhaus initiiert mit Hilfe des Regionalbudgets die Digitalisierungsstrategie für die ILE, legt einen öffentlichen Kräutergarten an und bringt ein Büchlein über schöne Wirtshäuser heraus. Die Angelus-Bläser Vornbach bekommen Instrumente und Stühle gefördert. Bad Füssing legt in Aigen am Inn einen Dorfgarten an und lässt für die ILE eine Wanderkarte drucken. Jungunternehmer Daniel Schwarz aus Pocking bekommt Unterstützung für die Etablierung des von ihm geplanten „Kompetenzzentrum Fisch“.  Die Gemeinde Kirchham wird kurze Videos erstellen lassen, in denen die geheimen Schätze der elf ILE-Gemeinden „geborgen“ werden. Außerdem gibt Kirchham eine digitale Informationstafel in Auftrag, die im Rathaus-Schaufenster einerseits den ILE-Energiemonitor zeigt, andererseits über das Geschehen in Kirchham informiert. In Ruhstorf a.d. Rott fördert die ILE die Einrichtung und Werkzeug für eine „Selbstwerkstatt“, in der ehrenamtliche Tüftler kaputte Geräte reparieren und damit der Wegwerf-Kultur entgegenwirken.

Weitere Ideen gesucht
Wer selbst eine Idee für ein Projekt hat, kann sich unter www.ile-rott-inn.de über die Voraussetzungen informieren und das Formular für die Projektvorstellung herunterladen. Es sind noch 25.000 Euro im Topf. Bewerbungsschluss ist der 10. März.