Eine Selbstwerkstatt für Ruhstorf

Fernseher kaputt? Hose gerissen? In Ruhstorf eröffnen Ehrenamtliche ein Repair-Café. Werkzeug und Ausstattung werden aus dem Regionalbudget der ILE gefördert

 

Der Markt Ruhstorf finanziert mit Geldern aus dem Regionalbudget das Werkzeug und die Einrichtung für ein Repaircafé im alten Bahnhofsgebäude. In dieser „Selbstwerkstatt“ können sich Bürger mit kaputten Gegenstän-den Unterstützung von ehrenamtlichen Tüftlern holen. Eine Handvoll Reparateure haben schon zugesagt, ihr Wissen und ihre Fertigkeiten zum Einsatz zu bringen (Hilfe zur Selbsthilfe). Möglich wurde das Projekt durch die Mitglieder des Handarbeitskreis Ruhstorf und ihre Initiatorin Christa Örlt: Sie nutzen das Gebäude dazu, alte Handwerkstechniken zu pflegen – und sind bereit, die Räume zu teilen. „Ziel unserer Selbstwerkstatt ist es, dass wir die mitgebrachten Gegenstände in angenehmer Atmosphäre gemeinschaftlich mit unseren Hobby- und Profischraubern reparieren und sie wieder zum Leben erwecken“, sagt Projektkoordinator Egon Seil. Eine Kon-kurrenz für die Fachhändler will die neue Werkstatt aber nicht sein. „Reparaturen, die dort besser aufgehoben sind, lehnen wir ab“, betont Egon Seil. Dagegen wünschen sich er und seine Mitstreiter, dass die Werkstatt ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt wird, an dem man miteinander ins Gespräch kommt. Interessierte Hobby-Schrauber und Experten verschiedenster Fachrichtungen sind aufgerufen, sich bei Egon Seil zu melden (Tel.: 08531/913735, Mail: seil-lehner@gmx.de). „Momentan denken wir an eine Öffnung an einem Tag pro Woche, zum Beispiel nachmittags für drei Stunden“, sagt Egon Seil.