Sanierungsarbeiten für den Bauernmarkt

Dach wieder dicht, Trocknungsturm weg: Mit Fördergeldern aus dem Regionalbudget konnte das Gebäude des Kößlarner Bauernmarkts erhalten werden.

Kößlarn. Vor 25 Jahren wurde der Kößlarner Bauernmarkt in der ehemaligen Raiffeisen-Mais-Trocknungsanlage ins Leben gerufen – der Beginn eine Erfolgsgeschichte, ein Gewinn für die Landwirte aus der Region und für alle Kunden, die natürliche Lebensmittel schätzen. Weit über das Rottal hinaus erlangte der urige Bauernmarkt Bekanntheit, nicht nur wegen dem Schafskäse und den Krapfen, auch wegen der Gemütlichkeit, für die stets eine Runde rüstiger Musikanten sorgt. Mehrmals hat das Bayerische Fernsehen schon berichtet. Durch die Corona-Krise mussten die Tore im Frühjahr länger geschlossen bleiben, doch Marktleiterin Ingrid Schrädobler (Foto) und ihre Mitstreiterinnens haben die Zeit genutzt: Mit Geldern aus dem Regionalbudget wurden der alte Mais-Trocknungsturm abgebaut und das undichte Dach repariert, so dass der Bauernmarkt für die nächste Zeit „gesichert“ ist. Im Juni haben die Standler das Markttreiben an den Donnerstagen von 13 bis 16.30 Uhr wieder aufgenommen. Wie eh und je gab es marktfrisches Gemüse, Schmalzgebackenes, Biobrot, Schafskäse, Honig und Marmeladen. Bei schönem Wetter durften draußen Kaffee und Kuchen angeboten werden, wo auch die Musik wieder spielte. Die zehn Bestücker freuten sich über die vielen treuen Kunden. Ende Oktober öffnete der Bauernmarkt für heuer zum letzten Mal seine Tore. Weil die alte Trocknungshalle im Winter nicht zu beheizen ist, wäre es dort ungemütlich, zumal es den Kößlarnern nicht nur ums Einkaufen geht, sondern auch ums Ratschen und die Geselligkeit. Bleibt zu wünschen, dass sie nach der aktuellen Corona-Welle ihre Tradition noch lange weiterpflegen – nicht nur für die Einheimische, sondern auch für die Kurgäste aus dem Bäderdreieck, von denen schon so mancher auch spontan zur Steirischen Harmonika gegriffen hat.