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Digitalisierung mit Maß und Ziel

Wer C(orona) sagt, sagt oft auch D(igitalisierung).Die Gemeinde Neuhaus am Inn bekommt die Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie für die ganze ILE aus dem Regionalbudget gefördert. Wie der Prozess abläuft, erfuhren die 11 Bürgermeister auf der 16. Beteiligtenversammlung (online).

Ruhstorf a.d. Rott/Neuhaus a. Inn. Wer C(orona) sagt, sagt oft auch D(igitalisierung). Der Trend hin zu immer mehr Online-Anwendungen und Apps erlebt seit Beginn der Pandemie großen Aufschwung. „Alle reden jetzt davon. Dabei ist die Digitalisierung kein neuartiges Phänomen. Sie hat mit den ersten Computern und Handys schon vor Jahrzehnten begonnen, geht immer weiter und wird auch in fünf Jahren nicht zu Ende sein“, sagt Stephan Dorn, 1. Bürgermeister von Neuhaus a. Inn. Er bewegt sich auf Facebook und Instagram so selbstverständlich wie im Auto auf dem Weg von zuhause ins Rathaus; seine Gemeinde ist in der ILE an Rott & Inn federführend im Handlungsfeld Digitalisierung – und bekommt die Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie für die ganze ILE aus dem Regionalbudget gefördert. Das Konzept gibt Stephan Dorn beim Technologie-Campus Grafenau (TCG) in Auftrag.

TCG begleitet die ILE
Wie das junge und interdisziplinäre Team dort arbeitet, erklärte Mattias Oswald vom TCG in der 16. Beteiligtenversammlung der ILE. Diese fand, wie könnte es in Lockdown-Zeiten anders sein, online auf ZOOM statt. Alle elf ILE-Bürgermeister und Geschäftsleiter waren dabei – und ließen sich auch gerne auf die Umfrage-App ein, die ILE-Managerin Dr. Ursula Diepolder ihnen vorstellte.

Ergebnis: Die Bürgermeister wollen nicht 1000 neuartige Apps, für die es in der Bürgerschaft nur wenige Nachfrager gibt. Sie wollen drei oder vier Anwendungen, die den Bürgern einen echten Mehrwert verschaffen. Welche könnten das sein? Und wie implementiert man sie am besten? Das herauszufinden ist nun die Aufgabe des TCG.

 „Wir werden mit Hilfe von Einzelinterviews den Ist-Zustand in jeder Kommune klären, dann gemeinsam mit den elf ILE-Kommunen einen Strategieworkshop abhalten und schließlich eine Digitalisierungsstrategie für die ILE entwickeln“, erklärte Matthias Oswald. Denkbar seien Online-Anwendungen prinzipiell für alle möglichen Handlungsfelder, darunter Arbeiten, Wohnen, Bildung, Pflege, Medizin, Energie, Kultur, Tourismus und Mobilität. Wo es sich anbietet, lege man Wert auf Vernetzung. Der erste Schritt wird nun sein, dass die ILE-Bürgermeister mit dem TCG Termine für ihre Einzelinterviews festlegen. Mittels Gesprächsleitfragen, die sie vorab bekommen, können sie sich darauf vorbereiten.

Vortrag über Klima-Patenschaften
In einem weiteren Referat auf der Beteiligtenversammlung stellte der Referent Kurt Herbinger die Idee von Klima-Patenschaften zwischen Unternehmen, Kommunen und Landwirten vor. Um noch mehr Informationen darüber zu sammeln und offene Fragen zu klären, vereinbarten die Bürgermeister ein Experten-Treffen in kleinerem Rahmen - kurzfristig auf ZOOM. Übrigens: Dass sich die ILE digital aufstellt, ist seit Mitte Februar für jedermann sichtbar an ihrer neu eingerichteten Facebook-Seite „Dahoam an Rott & Inn“.

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Integrierte Ländliche Entwicklung an Rott & Inn

Im Dezember 2016 haben sich zehn Kommunen aus dem südlichen Landkreis Passau (Bad Füssing, Kirchham, Kößlarn, Malching, Pocking, Neuburg am Inn, Neuhaus am Inn, Rotthalmünster, Ruhstorf a.d. Rott und Tettenweis) zur Kooperation "Integrierte Ländliche Entwicklung ILE an Rott & Inn zusammengeschlossen." Geografisch verbunden sind sie durch die namensgebenden Flüsse Rott und Inn, beraten und gefördert werden sie vom Amt für Ländliche Entwicklung in Landau a.d. Isar.Gemeinsam treiben sie die Entwicklung in ihrer Region nachhaltig und zukunftsweisend voran. Grundlage ihres abgestimmten Handelns ist das "Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept" (ILEK), das Dr. Ursula Diepolder & Dieter Spörl im Jahr 2017 erstellt haben. Den Vorsitz der ILE hat seit Mai 2020 1. Bürgermeister Andreas Jakob aus Ruhstorf a.d. Rott, 2. Vorsitzender ist 1. Bürgermeister Willi Lindner aus Kößlarn. Im Dezember 2020 nahm die ILE die Stadt Bad Griesbach als elftes Mitglied auf. Die elf Bürgermeister und ihre Geschäftsführer treffen sich regelmäßig zu Beteiligtenversammlungen. Das Management hat die Regionalemanagerin Dr. Ursula Diepolder aus Hohenau (Schönbrunn am Lusen) übernommen. Erfahren Sie hier mehr über die wichtigsten Handlungsfelder.