Aktuelles

Eigentümerbefragung läuft an

Die ILE an Rott & Inn will Wohlfühlorte schaffen – und deshalb Leerstände vermeiden, Flächen sparen und schönen Wohnraum für alle Zielgruppen schaffen.

Unbelebte Ortskerne, versiegelte Flächen an den Ortsrändern – und die jungen Leute ziehen weg. Um Szenarien wie diesen entgegen zu wirken, haben die Bürgermeister der ILE an Rott & Inn einen so genannten Vitalitäts-Check gestartet. Mit dieser datenbankgestützten Methode wollen sie ihre Ortskerne lebendig gestalten, attraktiven Wohnraum schaffen und Immobilieneigentümer optimal beraten.

In den vergangenen Monaten haben die Mitarbeiter in den ILE-Verwaltungen alle relevanten Infrastrukturdaten über die Einwohnerzahl, die Verkehrsanbindung, die Nahversorgung, medizinische und soziale Angebote, Vereine, Altersstruktur etc. in eine Datenbank einpflegt. Als nächsten Schritt befragen sie die Eigentümer zu ihren Immobilien. „Die Mitarbeit ist freiwillig. Das Projekt wird aber umso erfolgreicher sein, je mehr Immobilieneigentümer sich beteiligen und die ausgefüllten Fragebögen an die Rathäuser zurücksenden“, sagt 1. ILE-Vorsitzender Andreas Jakob, Bürgermeister von Ruhstorf a.d. Rott.  Es gelte, den Wert der ggf. zur Alterssicherung gedachten Immobilien zu erhalten, leere Gebäude und Grundstücke vor eventueller Verwahrlosung zu schützen und Vermarktungschancen zu erkennen. Es sei denkbar, eine interkommunale Immobilienplattform aufzubauen. Als essenziell betrachten es die Bürgermeister auch, Beratungsangebote für Immobilienbesitzer zu schaffen.

„ Wir wünschen uns, dass ganz oder teilweise leerstehende Gebäude belebt und genutzt werden. Baulücken wollen wir füllen – und dadurch Flächenversiegelungen an den Ortsrändern vermeiden“, erklärt Andreas Jakob. Seine Gemeinde hat in einem zentral gelegenen, früheren Laden, der zuletzt leer stand, bereits ein Leuchtturmprojekt geschaffen und ein Bürgerinformationszentrum eingerichtet. Sobald es die Corona-Situation erlaubt, können sich Besucher dort über die Arbeit der ILE und die Ortsentwicklungsprozesse von Ruhstorf informieren.

Das gemeinsame Ziel der ILE-Bürgermeister ist es, die Nahversorgung in der Region und besonders die Ortskerne zukunftsfähig zu halten.

Imagefilm

Integrierte Ländliche Entwicklung an Rott & Inn

Im Dezember 2016 haben sich zehn Kommunen aus dem südlichen Landkreis Passau (Bad Füssing, Kirchham, Kößlarn, Malching, Pocking, Neuburg am Inn, Neuhaus am Inn, Rotthalmünster, Ruhstorf a.d. Rott und Tettenweis) zur Kooperation "Integrierte Ländliche Entwicklung ILE an Rott & Inn zusammengeschlossen." Geografisch verbunden sind sie durch die namensgebenden Flüsse Rott und Inn, beraten und gefördert werden sie vom Amt für Ländliche Entwicklung in Landau a.d. Isar.Gemeinsam treiben sie die Entwicklung in ihrer Region nachhaltig und zukunftsweisend voran. Grundlage ihres abgestimmten Handelns ist das "Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept" (ILEK), das Dr. Ursula Diepolder & Dieter Spörl im Jahr 2017 erstellt haben. Den Vorsitz der ILE hat seit Mai 2020 1. Bürgermeister Andreas Jakob aus Ruhstorf a.d. Rott, 2. Vorsitzender ist 1. Bürgermeister Willi Lindner aus Kößlarn. Im Dezember 2020 nahm die ILE die Stadt Bad Griesbach als elftes Mitglied auf. Die elf Bürgermeister und ihre Geschäftsführer treffen sich regelmäßig zu Beteiligtenversammlungen. Das Management hat die Regionalemanagerin Dr. Ursula Diepolder aus Hohenau (Schönbrunn am Lusen) übernommen. Erfahren Sie hier mehr über die wichtigsten Handlungsfelder.