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Ein Garten fürs Dorf

Lesen, entspannen, genießen: Das Aigener ILE-Projekt ist offiziell eröffnet und eingeweiht

Aigen am Inn. War das eine Freude: Bei schönstem Oktoberwetter ist am Samstag,9. Oktober, der neu gestaltete Dorfgarten von Aigen a. Inn offiziell eröffnet worden. Rund 30 Besucher kamen zu der feierlichen Einweihung, darunter Vertreter des Sportvereins, des Christlichen Frauenvereins, des DJK-Tennisclubs, des Eisstock-Clubs DJK Aigen am Inn, der Freiwilligen Feuerwehr, des Gartenbauvereins, der Krieger- und Soldatenkameradschaft, des Heimat- und Trachtenvereins Inntaler Buam, der Hubertusschützen, des Bücherei-Teams sowie der örtlichen Kirchenverwaltung. Sie haben wie viele andere Aigener Bürgerinnen und Bürger mit Ideen und Tatkraft maßgeblich zur Entstehung des Gartens beigetragen. „Ich bin überwältigt von der tollen Dorfgemeinschaft“, lobte Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz begeistert. Die Gestaltung einer attraktiven Grünfläche im ehemaligen Pfarrgarten von St. Stephanus sei schon lange Teil der Zukunftsplanung Bad Füssing, erklärte Kurz. Seit Januar 2021 sei die Gemeinde Pächterin des Gartens. Mit einem Zuschuss aus dem Regionalbudget der ILE an Rott & Inn sowie mit der Unterstützung der Kurgärtnerei Bad Füssing und den Vereinen aus Aigen konnte im Sommer eine kleine, charmante Erholungsoase geschaffen werden. „Eine glückliche Fügung“, nannte Bürgermeister Kurz die gelungene Zusammenarbeit. Angepflanzt wurden sechs Obstbäume alter, heimischen Sorten und 250 Hainbuchen. Es gibt auch ein Insektenhotel. Sitzgelegenheiten und eine Entspannungsliege laden zum Verweilen ein. Im nächsten Jahr werde dann auch die Blumenwiese üppig blühen, hofft Tobias Kurz. Das ehrenamtliche Bücherei-Team freut sich besonders über den roten Bücherschrank, der nach Neuhauser Vorbild das leuchtende Zentrum des Gartens bildet. „Er wird sehr gut angenommen, es kommen vor allem Familien“, berichtete Kathrin Erath, die zusammen mit Sonja Mühlberger die Bücherei leitet, „wir füllen jede Woche wieder Bücher auf. Man darf sie einfach mitnehmen.“

Hinter dem Feuerwehrhaus geht der Garten in eine gepflasterte Fläche über. Sie ist wie geschaffen, um unter freiem Himmel Bierbänke aufzustellen und kleinere Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte oder Vorträge zu organisieren. Durch die Grünfläche zieht sich ein neu angelegter Gehweg, der die Herrenstraße mit dem Wagnerweg verbindet. Bürgermeister Kurz bat die Aigener, auch künftig für den Garten einzustehen und den Gehweg von Unkraut freizuhalten. Die Kurgärtnerei wird ebenfalls ihren Beitrag leisten. „Begleite mit Deinem Segen alle, sie sich hier aufhalten und alle, die den Garten pflegen“, bat Pfarrer Bernd Kasper den Herrgott, als er den neuen Garten segnete.

 „Das Dorfleben funktioniert nur mit den Vereinen“, betonte der stellvertretende ILE-Vorsitzende Willi Lindner, 1. Bürgermeister von Kößlarn. Mit ihrem Regionalbudget, das 2021 bereits zum zweiten Mal ausgeschüttet wurde, konnte die ILE heuer wieder 100.000 Euro in originelle und nachhaltige Kleinprojekte aus der Bürgerschaft, von Gemeinden und Kommunen investieren. Bürgermeister Tobias Kurz bedankte sich bei der ILE-Jury, die dem Projekt „Dorfgarten“ den Zuschuss gewährte. Angesiedelt ist das Regionalbudget bei der Gemeinde Kirchham. Sie beruft die Jurysitzungen ein, in denen die Anträge zusammen mit ILE-Managerin Dr. Ursula Diepolder gesichtet und gewichtet werden. Stellvertretend für die Gemeinde Kirchham nahm 2. Bürgermeister Robert Bauer an dem kleinen Festakt in Aigen teil. Nach der Segnung gab es für alle noch einen kleinen Imbiss und Getränke.

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Integrierte Ländliche Entwicklung an Rott & Inn

Im Dezember 2016 haben sich zehn Kommunen aus dem südlichen Landkreis Passau (Bad Füssing, Kirchham, Kößlarn, Malching, Pocking, Neuburg am Inn, Neuhaus am Inn, Rotthalmünster, Ruhstorf a.d. Rott und Tettenweis) zur Kooperation "Integrierte Ländliche Entwicklung ILE an Rott & Inn zusammengeschlossen." Geografisch verbunden sind sie durch die namensgebenden Flüsse Rott und Inn, beraten und gefördert werden sie vom Amt für Ländliche Entwicklung in Landau a.d. Isar.Gemeinsam treiben sie die Entwicklung in ihrer Region nachhaltig und zukunftsweisend voran. Grundlage ihres abgestimmten Handelns ist das "Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept" (ILEK), das Dr. Ursula Diepolder & Dieter Spörl im Jahr 2017 erstellt haben. Den Vorsitz der ILE hat seit Mai 2020 1. Bürgermeister Andreas Jakob aus Ruhstorf a.d. Rott, 2. Vorsitzender ist 1. Bürgermeister Willi Lindner aus Kößlarn. Im Dezember 2020 nahm die ILE die Stadt Bad Griesbach als elftes Mitglied auf. Die elf Bürgermeister und ihre Geschäftsführer treffen sich regelmäßig zu Beteiligtenversammlungen. Das Management hat die Regionalemanagerin Dr. Ursula Diepolder aus Hohenau (Schönbrunn am Lusen) übernommen. Erfahren Sie hier mehr über die wichtigsten Handlungsfelder.