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Stadt- und Gemeinderäte, so kommet!

Meilensteine und Zukunftsziele: Am 21. Oktober findet die Interkommunale ILE-Räteversammlung in Bad Griesbach statt.

„Sehr aktiv“ – so nehmen Außenstehende die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) an Rott & Inn wahr. Das bekommen die elf Bürgermeister der ILE immer wieder gespiegelt. Im vergangenen Jahr hat der interkommunale Zusammenschluss im südlichen Landkreis Passau wieder jede Menge Projekte angeschoben und begleitet. Darüber und mit welchen Initiativen es weitergeht, informieren 1. ILE-Vorsitzender Andreas Jakob und ILE-Managerin Dr. Ursula Diepolder am 21. Oktober auf der Interkommunalen Räteversammlung in Bad Griesbach. Dazu sind u.a. die Gemeinderäte aller ILE-Kommunen herzlich eingeladen. Anmeldung über die Heimatgemeinde bzw. per E-Mail an u.diepolder@t-online.de

Die ILE-Bürgermeister, Geschäftsleiter sowie Tourismusbeauftragter Franz Mühldorfer haben sich bereits auf ihrer 6. Strategieklausur im Juli eingehend mit den nächsten Zielen ihrer Zusammenarbeit beschäftigt.

Moderiert von ILE-Managerin Dr. Ursula Diepolder und begleitet von Meike Meßmer vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) reflektierten sie im Seminarhotel Wesenufer (OÖ) über ihre Kooperation. Zudem definierten sie ihre Ziele bis Mitte 2022. Gemeinsam stellten sie fest, dass die ILE-Arbeit effektiv läuft, gleichzeitig überraschend viel Zeit und Einsatz erfordert. Besonders bei komplexen Themen wie nachhaltiger Energieversorgung, künftiger Klärschlammentsorgung und Sicherung der Lebensgrundlagen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft braucht es einen langen Atem, betonten die Bürgermeister. Doch gerade hier sei die interkommunale Zusammenarbeit dringend erforderlich, so der Tenor. Regelmäßige Beteiligtenversammlungen als Präsenzveranstaltungen, Kurzberichte und zielgenau verschickte E-Mails sollen weiterhin den Informationsfluss sichern.

Zu einer optimierten Kommunikation in den Verwaltungen, mit den Bürgern und zwischen den Kommunen sollen künftig auch vermehrt digitale Angebote beitragen. Denn die Digitalisierung wird in der ILE großgeschrieben. Um diesen Prozess professionell und maßvoll voranzutreiben, hatte die ILE mit einer Förderung aus dem Regionalbudget beim Technologiecampus Grafenau die Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden nun auf der Klausurtagung diskutiert und in eine gemeinsame Vision übersetzt: „Die elf Kommunen der ILE an Rott & Inn werden als aufgeschlossen für digitale Lösungen und kompetent in der konsequenten Umsetzung des Digitalisierungsprozesses wahrgenommen. Dieser wird gemeinsam abgestimmt.“ Konkret wollen einige ILE-Kommunen zunächst digitale Anschlagtafeln installieren und eine zeitgemäße Ausstattung für Video-Konferenzen beschaffen. Weiterhin soll die Parkster App eingeführt werden. Ein viertes Projekt könnte ein digitales Schulungsangebot für Senioren sein. Für die Jahre 2024, 2025 und 2026 sind weitere Meilensteine in Planung, darunter ein digitales Bürgerservice-Portal, die Schaffung von Homeoffice-Möglichkeiten und Co-Working-Spaces sowie die Beschäftigung eines digitalen „Kümmerers“ für die ILE. Grundsätzlich gelte es, Vorbehalte bei Verwaltungsmitarbeitern und Bürgern gegenüber digitalen Angeboten sanft abzubauen und gleichzeitig die Rathäuser offen zu halten für Präsenz-Termine.
Auch über ihre Etappenziele in den anderen Handlungsfeldern diskutierten die Bürgermeister. Grundlage war der Maßnahmenkatalog, den sie bei ihrer Strategieklausur 2020 erarbeitet hatten. So wollen sich die Kommunen bis Mitte 2022 aus der Klärschlammverwertung auf landwirtschaftlichen Flächen verabschieden, ihren Klärschlamm zentral entwässern und einer umweltfreundlichen Verwertung zuführen.

Mit allen Kommunen als Paten will die ILE die Initiative Klima-Landwirt (IKL) pushen. Die teilnehmenden Landwirte sorgen für einen vermehrten Humusaufbau und damit für eine positive CO2-Bilanz vor Ort. Sie tun aktiv etwas, um die Trinkwasserqualität und die Artenvielfalt zu erhalten. Landwirte sollen im ILE-Gebiet bis Ende 2022 mindestens 1000 ha unter Vertrag bringen.

Um langfristig einen regionalen Strommarkt zu etablieren, will die ILE eine regionale Strombörse ins Leben rufen und ein ILE-Konzept für geeignete Standorte weiterer PV-Anlagen erstellen. Außerdem wird sich die Gruppe weiterhin verstärkt darum kümmern, das Leben in den Ortskernen als attraktiv zu gestalten. Ein weiterer Programmpunkt auf der Klausur war ein Impuls-Referat von ILE-Managerin Dr. Ursula Diepolder zum Thema „Widerstandsfähigkeit der Kommunen erhöhen (= Resilienz)“.

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Integrierte Ländliche Entwicklung an Rott & Inn

Im Dezember 2016 haben sich zehn Kommunen aus dem südlichen Landkreis Passau (Bad Füssing, Kirchham, Kößlarn, Malching, Pocking, Neuburg am Inn, Neuhaus am Inn, Rotthalmünster, Ruhstorf a.d. Rott und Tettenweis) zur Kooperation "Integrierte Ländliche Entwicklung ILE an Rott & Inn zusammengeschlossen." Geografisch verbunden sind sie durch die namensgebenden Flüsse Rott und Inn, beraten und gefördert werden sie vom Amt für Ländliche Entwicklung in Landau a.d. Isar.Gemeinsam treiben sie die Entwicklung in ihrer Region nachhaltig und zukunftsweisend voran. Grundlage ihres abgestimmten Handelns ist das "Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept" (ILEK), das Dr. Ursula Diepolder & Dieter Spörl im Jahr 2017 erstellt haben. Den Vorsitz der ILE hat seit Mai 2020 1. Bürgermeister Andreas Jakob aus Ruhstorf a.d. Rott, 2. Vorsitzender ist 1. Bürgermeister Willi Lindner aus Kößlarn. Im Dezember 2020 nahm die ILE die Stadt Bad Griesbach als elftes Mitglied auf. Die elf Bürgermeister und ihre Geschäftsführer treffen sich regelmäßig zu Beteiligtenversammlungen. Das Management hat die Regionalemanagerin Dr. Ursula Diepolder aus Hohenau (Schönbrunn am Lusen) übernommen. Erfahren Sie hier mehr über die wichtigsten Handlungsfelder.